Interessengemeinschaft Nachhaltige Entwicklung Borkum

Startseite
Die Gemeinschaft
Nachhaltigkeit
Borkum-Themen
Diskussionsforum
Aktiv werden
Links
Kontakt

 Wind, Wellen und Wetter 

Am 23. November 2010 haben wir uns in der Interessengemeinschaft gefragt, was wir über den geplanten Kletterpark im Kurpark denken. Wir finden, dies ist eine gute Idee, bei der keine wertvolle Inselnatur zerstört wird und das Restaurant im Kurhaus profitieren kann. Dennoch stellen wir fest, dass Kletterparks gegenwärtig wie Pilze aus dem Boden schießen. Möglicherweise ist es ein neuer Trend, der auch wieder vorbei gehen kann. Auch Norderney realisiert einen Kletterpark und wir fragen uns, ob es Borkum jemals gelingen wird, eigene Visionen zu entwickeln und nicht anderen Orten nach- zueifern? Gleichzeitig fragen wir uns, was ist das Inselspezifische an einem Kletterpark?
Warum kommen Menschen nach Borkum? Studien aus 30 Jahren belegen, dass die Natur und das Klima als die beiden Haupt-Reisemotive für Borkum-Urlauber zu identifizieren sind. Ein Mitglied unserer Interessengemeinschaft teilte uns die Beobachtungen der Gezeitenland-Angestellten mit, dass es die Leute eher immer an den Strand zieht als ins Schwimmbad. Ein anderes Mitglied der Interessengemeinschaft stellte daraufhin eine sehr kluge Frage, die hilft, die Gedanken auf das Wesentliche zu fokussieren:

Was können wir tun, um Wind, Wellen und
Wetter erlebbar zu machen?

In diesem Zusammenhang möchten wir zwei Ideen vorstellen, die durchaus als mutig zu bezeichnen sind, weil sie eine längerfristige Planungsphase erfordern, finanziell aufwendig sind und der Küstenschutz berücksichtigt werden muss. Wir sind jedoch der Überzeugung, dass es mutige Ideen benötigt, um die Stärken von Borkum freizulegen. Die beiden nachfolgend beschriebenen Ideen hätten das Potential, das Borkumer Strandleben zum attraktivsten von allen ostfriesischen Inseln machen.

Gezeitenpool
Ein Gezeitenpool ist eine Art Meeres-Freischwimmbad. Es liegt soweit von der Strandpromenade entfernt, dass es bei jedem Hoch- wasser mit frischem Meerwasser überflutet wird. Mit Hilfe von Beton können Schwimmbecken im Sand, sogar in Felsformationen errichtet werden. Eine Errichtung auf Borkum könnte an einer Buhne erfolgen. Hier wäre bereits eine Wand vorhanden, Kosten könnten eingespart werden. In 
Plymouth ist eine solche Konstruktion vorhanden.

Welche Vorteile hätte ein Gezeitenpool für Borkum?

Natürlich wäre ein Gezeitenpool eine grandiose Ergänzung des Freizeitangebots auf der Insel. Der kleine Wasserkörper im Pool wird sich durch die Sonneneinstrahlung schneller erwärmen als das ihn umgebende Meer. Somit können dort auch Personen baden, denen es in der offenen Nordsee zu kühl ist. Auch ist hier der richtige Ort für Eltern, die sich um die Sicherheit ihrer kleinen Kinder in der Brandung sorgen oder für ambitionierte Schwimmer, die in ruhigem Wasser ihre Bahnen ziehen möchten. Nicht zu verachten ist zudem die Tatsache, dass der Schwimmsport zu den gesündesten Sport- arten zählt. Ein Gezeitenpool könnte daher insbesondere für die Borkumer Senioren eine große Bereicherung darstellen. Kurzum: Die Bäderkultur könnte auf Borkum neu belebt werden!
Das Becken könnte an einer Stelle soweit vertieft werden, so dass auch Turmspringen möglich wäre. Gut vorstellbar, dass an einem solchen Gezeitenpool einmal jährlich offene Meisterschaften im Schwimmen und Turmspringen veranstaltet werden. Borkum könnte sich auf diese Weise enorm profilieren, weil keine der Nord- und Ostseeinseln mit einem solchen Angebot aufwarten kann.
Der Trend, dass immer mehr öffentliche Schwimmbäder aus Kosten-gründen schließen oder in Erlebnisbäder umgewandelt werden, hat zur Folge, dass lange Wartezeiten in der Schwimm-Ausbildung entstehen. Hinzu kommt, dass es heute so viele Nichtschwimmer wie nie zuvor gibt und die Anzahl der Toten durch Ertrinken immer weiter steigt ( DLRG). Auch auf Borkum leidet die Schwimmer-ausbildung seit dem Umbau des alten Meerwasser-Wellenbades in ein Erlebnisbad. Kinder warten bei der DLRG Ortsgruppe bis zu einem Jahr auf die Teilnahme an einem Schwimmkurs. Die Kapazitäten des Gezeitenlandes sind erschöpft. Ein Gezeitenpool würde zusätzliche Trainingskapazitäten für die DLRG Borkum schaffen und in der Folge die Schwimmerausbildung sowie den Verein stärken.
An dieser Stelle einige Links, die dazu motivieren, dieses Thema weiter zu verfolgen:

Tide Pool Saint Malo mit Sprungturm
Tide Pool Saint Malo bei Niedrig- und Hochwasser
New York Times-Zeitungsartikel: Sydney´s Rock Pools
Bilderserie von Sydney´s Rock Pools
New South Wales Ocean Baths
Tidal Salt-Water Open Air Swimming Pools
Plymouth Tidal Sea-Water Swimming Pools

Pier
Eine Pier an der Borkumer Strandpromenade, die auch bei Niedrigwasser noch in die offene Nordsee reicht, wäre eine famose Attraktion für die Insel. Selbst bei stürmischer See könnte von der Seebrücke auf die Nordsee geblickt und diese so intensiv wie sonst nirgendwo erfahren werden. Auch könnte sich von der Pier ein völlig neuer Blick auf die Borkumer Strandpromenade erschließen. Auf der Pier könnten sich mehrere Kleingewerbe wie eine Eis-Bude, eine Crêpes-Bude, eine Fisch-Bude, ein Kinderkarussel usw. ansiedeln. Außerdem könnten hier Angler von exponierter Stelle aus dem Pier-Fischen nachgehen. Kurzum: Eine Pier an der Strandpromenade wäre ein wahrer Magnet für das Borkumer Strandleben!
Auch an dieser Stelle einige Links zum Weiterrecherchieren:

Foto Glenelg Pier, Adelaide, Australien   
Foto Huntington Beach Pier, USA
Fischen auf der Huntington Beach Pier, USA
Seebrücke St. Peter-Bad, Nordfriesland
Seebrücke Sellin, Rügen



Besucher Counter