Interessengemeinschaft Nachhaltige Entwicklung Borkum

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 Neubaugebiet Gartenstraße 

Von der Neuen Straße her kommend und in Richtung Krankenhaus gehend, findet der Fußgänger zu seiner linken Seite eine klein- strukturierte, dörfliche Kleingartenlandschaft. Der offene Raum stellt sicher, dass ein altes Ortsbild mit freiem Blick auf die evangelische Kirche möglich ist.

Dies soll sich in Zukunft ändern. Hier soll gebaut werden, der freie Blick auf die Kirche wird verschwinden, ein wertvolles Ortsbild wird zerstört.

Die Interessengemeinschaft Nachhaltige Entwicklung macht darauf aufmerksam, dass vor wenigen Tagen in der Borkumer Zeitung vor den "Sylter Verhältnissen" gewarnt wurde. Bei der geplanten Bebauung der Gartenstraße kommt man diesen Verhältnissen beispielhaft nach, obwohl die sinkende Entwicklung der Einwohner- zahlen auf der Insel ( wikipedia.de) offenbart, dass eigentlich kein zusätzlicher Wohnraum für die Borkumer Bevölkerung notwendig wäre:

Jahr Einwohner
1900 2114
1914 3300
1939 4781
1949 6044
1960 5200
1975 8495
1977 7933
1978 8177
1987 5646
Jahr Einwohner
1990 5714
1992 5828
1993 5899
1994 5970
1995 5921
1996 5850
1997 5792
1998 5731
1999 5695
Jahr Einwohner
2000 5650
2001 5587
2002 5559
2003 5521
2004 5487
2005 5513
2007 5323
2009 5186

Wenn also kein Bedarf für die Borkumer Bevölkerung notwendig ist, ist zu erwarten, dass hier neue Gästeunterkünfte geschaffen werden. Die steigende Anzahl von Gästeunterkünften lässt jedoch die Verfügbarkeit von Wohnungen für die Borkumer Bevölkerung schrumpfen und in der Folge die Mieten steigen. Erfahrungen von Sylt zeigen, dass es für Sylter sehr schwer ist, finanzierbaren Wohnraum zu erhalten. Nicht wenige Sylter ziehen daher zum Wohnen nach Niebüll. Zum Arbeiten fahren sie jeden Morgen mit dem Zug auf ihre Insel.
Ist es das, was die Borkumer Stadtverwaltung anstrebt? Noch mehr Gästeunterkünfte, dafür steigende Mieten für die Borkumer, die in Zukunft jeden Morgen mit dem Katamaran von Emden zum Arbeiten auf ihre Insel fahren?


Die Interessengemeinschaft Nachhaltige Entwicklung lehnt die vorgesehene Bebauung in der Gartenstraße ab. Sie setzt sich ein für die Bewahrung wichtiger Sichtachsen und alter Ortsbilder sowie einen Stopp bei der Ausweisung neuer Gästeunterkünfte.



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